Ein fragwürdiges Bild?

Wenn man sich als Außenstehender mit dem Freimaurertum beschäftigt, ist so ziemlich das Erste, worauf man stößt, das Bild vom „Rauen Stein“ und vom „Behauenen Stein“ (oder auch Kubus).

Verkürzt dargestellt soll es die Arbeit des Freimaurers an sich selbst ausdrücken. Der Raue Stein beschreibt den unvollkommen Ist-Zustand des Freimaurers und der Behauene Stein das Ideal. Im übertragenen Sinne ist es eine Lebensaufgabe des Freimaurers, alle Ecken und Kanten von sich selbst abzuschlagen, bis ein makellos behauender Kubus übrig bleibt. Ein Stein, der im großen Tempelbau Verwendung finden kann. Je nachdem, welcher Richtung man innerhalb des Freimaurertums angehört, kann dieser Tempel für den „Tempel Salomons“ oder den „Tempel der Humanität“ stehen.

Dieses Bild ist den mittelalterlichen Steinmetzen der Dombauhütten entlehnt. Deren Aufgabe war es, grobe Gesteinsbrocken so lange mittels Hammer und Meißel zu behauen, bis diese in einem sakralen Bauwerk Verwendung finden konnten.

Jeder Suchende, der bei unserer Loge anklopft, wird mit diesem Bild konfrontiert. Und gerne wird diesem Bild noch ein moderner Anstrich verpasst: Mit der wohlklingenden Formulierung, wonach der freimaurerische Weg folglich im Grunde genommen nichts anderes darstellt, als ein Persönlichkeitsentwicklungstraining. Das Exklusive daran, so wird dann gerne weiter angereichert, ist, dass es das wohl älteste bekannte Persönlichkeitstraining der Menschheit ist. In der Regel nicken die Suchenden dann immer genauso eifrig wie artig mit ihren Köpfen. Denn wer kann schon etwas dagegen haben, an sich selbst arbeiten zu wollen?

Auch ich nickte seinerzeit genauso eifrig wie artig, als ich dieses Bild vorgesetzt bekam. Doch je länger ich mich mit diesem Bild auseinandersetze, desto mehr stellt sich mir die Frage, ob es wirklich so glücklich gewählt ist.

Denn ich frage mich, ob dieses Abschlagen der Ecken und Kanten des Rauen Steins letztendlich nichts anderes ist, als das künstliche Abtrennen von Bereichen meines Selbst, die ich – aus welchen Gründen auch immer – als nicht „würdig“ oder nicht wünschenswert identifiziert habe.

Ich habe auf meinem bisherigen Lebensweg recht schmerzhaft lernen müssen, dass es genau das Gegenteil bewirkt, wenn ich Bereiche meines Selbst, denen ich mich nicht zu stellen vermag, einfach unterdrücke oder sie eben abtrenne. Ich habe lernen müssen, dass es allgemein gültige psychologische Gesetzmäßigkeiten sind, wonach alles, was ich von mir selbst als „unerwünscht“ unterdrücke oder abtrenne, an anderer Stelle und in viel mächtigerer und destruktiverer Weise wieder hervorbrechen und sich entladen wird.

Der kürzlich verstorben Sänger Leonard Cohen singt in seinem bemerkenswerten Lied „Anthems“ die Zeile „There is a crack in everything, that is how the light gets in“. Es geht ein Riss durch alles und genau durch diesen scheint das Licht herein.

Dieser Riss – meine Unvollkommenheit, mein Schmerz, mein Hass, meine Angst, mein Egoismus, meine Rastlosigkeit, meine Sucht, meine Wut, mein Neid – genau dieser Riss ist der Ort, an dem das Licht hereinbricht. Das alles gehört zu mir. Das alles hat mich etwas zu lehren und erfüllt seinen Zweck auf meinem Weg. Schlage ich etwas davon ab, schlage ich einen Teil von dem ab, was meine Person ausmacht.

Das bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass ethisch-moralisches Handeln irrelevant wäre. Oder dass es keine Werte gäbe, an denen man sein Leben ausrichten sollte. Lediglich der Umgang mit den Anteilen von mir, die diesem Bemühen zuwider laufen, ist ein anderer.

Es geht nicht darum, diese Anteile zu unterdrücken oder abzutrennen. Sondern es geht zunächst darum, diese Anteile anschauen zu können, ohne sie bewerten zu müssen, und schließlich anzunehmen. Nur wenn das geschieht, lerne ich darauf zu hören, was diese Anteile mir über mich zu sagen haben.

In der Männerarbeit nach Richard Rohr bezeichnen wir dies als Schattenarbeit. Es geht darum, den eigenen „Dunklen Bruder“ zu umarmen, anstatt ihn zu bekämpfen.

Wenn ich dies vermag, werden die Ecken und Kanten meines Rauen Steins zu dem Ort, an dem das Licht hindurchbricht. Dann wird mein Dunkler Bruder zum Lehrmeister über mich selbst. Schlage ich hingegen die Ecken und Kanten meines Rauen Steines ab bzw. spalte meinen Dunklen Bruder von mir ab, bringe ich mich um ganz entscheidende Lektionen meines Lebens.

Das sind die Gründe, weshalb sich mir die Frage stellt, ob dieses freimaurerische Bild des Weges vom Rauen Stein zum Behauenen Stein wirklich so gut gewählt ist. Oder ob es nicht sogar zweifelhaft – oder besser: fragwürdig – ist… ?

dunkler-bruder
(Bild von cac.org)

(Einschränkend muss ich zu mir sagen, dass ich mich aktuell im 3. Grad – dem des Johannismeisters – befinde. Der Weg eines Ordensfreimaurers, den ich gehe, erstreckt sich über 10 Grade. Wohl ist in den ersten drei Graden die gesamte freimaurerische Lehre enthalten. Dennoch lernt man in jedem Grad weitere, vertiefende und erweiternde Aspekte der einzelnen freimaurerischen Symbole kennen. Daher kann ich nicht sicher sagen, ob ich diesen Text genauso schreiben würde, wenn ich mich in einem höheren Grad befände.)

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36 Gedanken zu “Ein fragwürdiges Bild?

  1. Lieber Hagen,

    ich hoffe, dass dir die in deinem heutigen Beitrag dargestellte Sichtweise auch noch erhalten bleibt, wenn du den 10. Grad erreicht haben wirst.

    Jesus: „Ich aber sage euch, daß ihr nicht widerstreben sollt dem Übel; sondern, so dir jemand einen Streich gibt auf deinen rechten Backen, dem biete den andern auch dar.“ Nicht „Auge um Auge, Zahn um Zahn“, nicht also Blut mit Blut abwaschen, nicht also versuchen, das Ubel zu beseitigen, sondern das Übel als Erkenntnis-Chance ergreifen. „Es geht darum, den eigenen „Dunklen Bruder“ zu umarmen, anstatt ihn zu bekämpfen.“ Dieser von dir ziitierte Satz bringt es wunderbar auf den Punkt.

    Buddha: „Der Lotus wächst aus dem Schlamm!“

    Der Evangelikale George W. Bush dagegen war seinerzeit die Speerspitze des Krieges gegen „die Achse des Bösen“. Unter den Folgen dieser Geisteshaltung leidet heute noch die ganze Welt.

    Herzlichst
    Nitya

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    • Lieber Nitya!

      Ich stimme Dir zu bei dem, was Du über Jesus, Buddha und George Bush schreibst.

      Mit dem, was ich zu den höheren Grade schrieb, meinte ich was anderes, nämlich: Ich schließe nicht aus, dass es noch Deutungsebenen dieses Bildes „Vom Rauen Stein zum Behauenen Stein“ gibt, die ich aktuell noch nicht sehe. Und vielleicht merke ich schon im nächsten Grad, dass ich mich in meinem Blog-Artikel von falschen Annahmen bzw. Voraussetzungen aus mich diesem Bild genähert habe.

      Was ich über „Schattenarbeit“, „Dunklen Bruder“ und den „Riss“ geschrieben habe, meine ich auch so. Das habe ich zum Teil selbst schmerzhaft erlernen müssen … dürfen (und mir nicht nur angelesen oder so).

      Lieben Gruß!

      Hagen

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  2. Lieber Bruder Hagen
    Ein Block von dir , wie aus meinem Herzen gesprochen. Ich habe genau dieses , wie von dir beschrieben, in mir gespürt und mich selbst nicht mehr wiedererkannt, bis ich gemerkt habe, dass ich auf einem „Holzweg “ mich begeben habe. Ich habe den Rauen Stein fehlinterpretiert. Ich habe mich in die Hände einer Gemeinschaft begeben, die , so dachte ich, mein Vorbild sei. Dabei habe ich mir die Rauen Ecken abschlagen lassen, die eine Gemeinschaft an mir entdeckte und glaubte bei mir abschlagen zu müssen. Ich habe mich bald nicht mehr wiedererkannt. Leider habe ich erst im VII erkannt, wohin ich mich hab treiben lassen. Habe reagiert , bin zurück im VI Grad, bestimme MEIN Handeln jetzt nur noch nach dem, was ich aus der Gesamtheit meiner Erkenntnisse erlebe. Mein Rauer Stein bleibt mir dennnoch erhalten. ICH bestimme für mich selbst, welche Ecken ich an meinem Stein Abschlage. Ich möchte , dass mein Stein anders aussieht als jeder andere Stein. Gleichmacherei führt zu einem Verhalten, welches man nur in einer Sekte antrifft.
    Liebe brüderliche Grüße
    Joachim

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    • Vielen Dank, lieber Joachim,

      für diese offenen und ehrlichen Worte!

      Wenn ich in Sachen Andreasloge soweit bin, würde ich Deine Geschichte gerne in einem persönlichen Gespräch erfahren. Vielleicht im Logenhaus bei einem leckeren Kaffee…

      Lieben Gruß!

      Hagen

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  3. Lieber Hagen, Ich denke du interpretierst das Symbol zu wörtlich, zu gegenständlich. Aber bei dir hat es ja geleistet, was es leisten soll: du hast dich damit auseinandergesetzt. Und meines Erachtens achtens hast du die richtigen Schlussfolgerungen daraus gezogen. Zum weiteren nachdenken vielleicht noch ein kleiner Hinweis: man kann den Unbehauenen Stein auch als den immanenten Gott verstehen. Also der Gott, der sich noch nicht zeigt, aber aber in allem enthalten ist. Der Kubus ist dann natürlich das göttliche, wie es sich in der Welt offenbart hat. Herzliche und brüderliche Grüße dein Dennis

    Von meinem iPad gesendet

    >

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    • Vielen Dank, lieber Dennis!

      Deine Sichtweise („Man kann den Unbehauenen Stein auch als den immanenten Gott verstehen. Also der Gott, der sich noch nicht zeigt, aber aber in allem enthalten ist. Der Kubus ist dann natürlich das göttliche, wie es sich in der Welt offenbart hat.“) ist interessant und reißt nochmal einen neuen Horizont auf. Ich werde dieser Fährte mal nachgehen. 😉

      Lieben Gruß!

      Hagen

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  4. Der rauhe und der behauene Stein sind Symbole die keinen anderen Zweck als den haben, über das, was man tut ode nicht tut, nachzudenken und entsprechend zu handeln.
    Die Forderung des „ERKENNE DICH SELBST“ beinhaltet das und bleibt so lange unvollständig, bis der entscheidende Teil: “ UND WERDE DER, DER DU SEIN KANNST “ verwirklicht ist.
    DAS ist, nach meiner Meinung, das Licht der Erkenntnis, das in das Leben von Menschen kommen und verändern kann.
    Ob und inwieweit der Einzelne seine Ecken und Kanten verändert, hängt sicher vom Grad seiner SELBSTERKENNTNIS ab.

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    • Vielen Dank für Deine Worte!

      Wenn ich in Deinem Bild bleibe, stellen sich mir zwei Fragen:

      1) Wie sieht dieser Weg vom „ERKENNE DICH SELBST“ zum „UND WERDE DER, DER DU SEIN KANNST“ im praktischen Alltag aus?

      2) Zeugt es von einem großen Grad der Selbsterkenntnis, wenn ich meine „Ecken und Kannten“ glätte oder von einem niedrigen?

      Lieben Gruß!

      Hagen

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      • Guten Tag Hagen,
        das ist der schwerste Teil des Weges – nicht nur für Freimaurer.
        Ich (muss) erkennen wer ich bin, was meine Persönlichkeit ausmacht.
        Wenn ich ehrlich ZU MIR SELBST bin, werde ich erkennen, das meine Persönlichkeit
        verschiedene Facetten hat.
        Manche helfen das tägliche Leben zu bewältigen – Freundlichkeit, Geduld, Ausdauer – manche
        behindern mein Leben – Egoismus – Neid – Geschwätzigkeit .
        Es gibt für die eine, wie die andere Richtung unendliche Möglichkeiten, ich habe nur exemplarisch welche aufgeführt.
        Im praktischen Alltag muss ich – wahrscheinlich – eine Balance finden zwischen meinen Eigenschaften und Facetten um dem selbst gestellten Anspruch gerechjt werden zu können.
        Wenn mir das gelingt, denke ich, dass es ein hoher Grad der Selbsterkenntnis ist.
        Es ist dabei nicht entscheidend was meine Umwelt von mir erwartet, sondern es ist ausschlaggebend, ob ich zu mir selbst ehrlich bin.
        Wenn ich das bin, kann ich mich „harmonisch in den Bau einfügen“.
        Der Kubus ist ein „Idealbild“ und als solcher für mich eine Metapher mich im Bestreben jeden Tag dieser Aufgabe neu zu stellen und daran zu arbeiten.
        Ich weiß, dass ein solches Ideal einem „Heiligen“ entspräche – und ich bin mir bewußt, dass ich dieses Stadium nicht erreiche – trotzdem orientiere ich mich an diesem Ideal.
        btw. „Heilige“ müssen sich ja auch nicht mehr in >einen Bau einfügen< , sie sind im Zustand größter Erkenntnis und vermutlich deshalb nicht (mehr) für einen Bau geeignet.

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  5. Ein makellos glatter Stein wird in keinen Tempel passen. An der glatten Oberfläche wird kein Mörtel haften können. Daher bestimmst du selbst deine Ecken und Kanten. Die Freimaurerei gibt dir nur das Werkzeug. Wie du damit umgehst und ob, ist dein Weg für dich.
    Zu gern wird dabei immer wieder am Stein eines andren gearbeitet.
    Zudem eine Anmerkung:
    Man soll sich gar nicht von den „schlechten Seiten“ an einem selbst Trennen. Man soll sie erkennen und wissen, dass man die hat. Das sagt der Grad des Lehrlings aus. „Erkenne dich selbst“ ist auch eine Maxime durch alle Grade und bleibt immer erhalten. Erkenne also deine Schwächen und lerne damit umzugehen. DIES meint die Arbeit an rauen Stein, nicht diese abzulegen oder zu unterdrücken.

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    • Vielen Dank, lieber Rene,

      Du führst das Bild des Rauen Steines schlüssig und folgerichtig weiter bzw. aus.

      Und wenn ich Dich richtig verstehe, sind wir beide, was den Umgang mit den Ecken und Kanten dieses Steins angeht, auf einer Linie.

      Die Frage des Bearbeitens des Rauen Steins eines Bruders scheint allerdings ein weitverbreitetes „Problem“ innerhalb des Freimaurertums zu sein. Das klingt hier ja in dem einen oder anderen Kommentar an; aber auch bei den Rückmeldungen, die ich über andere Kanäle zu diesem Beitrag bekommen habe.

      Lieben brüderlichen Gruß!

      Hagen

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  6. Vielleicht wäre es ja ganz hilfreich sich anzuschauen, was unter Selbst-Erkenntnis zu verstehen ist. Wenn ich das richtig verstanden habe, wird hier in den Kommentaren unter dem Selbst die Persönlichkeit mit ihrem Charakter und ihren Prägungen und Programmierungen verstanden. Ziel wäre es, sich dies alles bewusst zu machen und offen dafür zu sein, dass sich die Persönlichkeit im Sinne der gewonnenen Erkenntnisse wandelt. Mich erinnert das ein bisschen an den Gang zum Psychotherapeuten. Ich habe ein Problem, beginne eine Therapie, erkenne in der Arbeit mit dem Therapeuten meine blinden Flecken und – inschallah – verändere ich mich dadurch.

    Oben zitierte ich den bekannten Buddha-Satz: „Der Lotus wächst aus dem Schlamm.“ Derselbe Buddha sprach von einem „Nicht-Selbst“. Dies lässt sich wiederfinden in seinem Ausspruch: „Handlungen geschehen, doch gibt es keinen Handelnden.“ Der Atem geschieht von selbst, das Herz schlägt von selbst, alle Organe arbeiten von selbst, Gedanken tauchen von selbst auf, ebenso die Gefühle, … nirgendwo ist da ein Selbst zu finden. Wie könnte es da „Selbst-Erkenntnis“ geben? An was könnte da gearbeitet werden? Doch höchstens an dem Spiegelbild dessen, für den wir uns halten. Ich schau in den Spiegel und nehme ein paar Verbesserungen an „mir“ vor. Buddhas „Nicht-Selbst“ ist aus meiner Sicht nur der Versuch klar zu stellen, dass das Selbst jenseits von Zeit und Raum ist, nicht fassbar, nicht verstehbar, nicht erkennbar. Aber natürlich ist es. Jemand hat mal gesagt: „Sieh den, der sieht!“ Da ist natürlich niemand zu sehen, weil „der Sehende“ kein vom Subjekt getrenntes Objekt ist. „Ich bin, der ich bin“ tönte es aus dem brennenden Dornbusch. Mehr ist zu diesem Selbst nicht zu sagen. Und es ist weder zu erkennen noch zu verbessern. Von wem denn auch? Von dem, der glaubt, eine Person zu sein? Das ist menschliche Hybris und die große kosmische Täuschung, aber ganz bestimmt keine Selbsterkenntnis..

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    • Oha, mein Lieber, harte Worte! Aber genau dafür schätze ich Dich!

      Genauso wie bei unseren anderen Gesprächen oder auch, wenn ich auf Deinem Blog lese, finde ich Deine Worte zutiefst sinnvoll und total verquer zugleich.

      Ich merke, dass ich an das, was Du schreibst, mit dem Verstand herangehe. Ich will es be-greifen. Und zugleich merke ich, dass Du aus einem Bewusstsein heraus schreibst, vor dem mein Verstand nur kapitulieren kann.

      Das, was Du hier schreibst, stellt mir die Frage, ob das, was Du zu Beginn Deines Kommentars mit „Therapie“ betitelst, ob dies zu Beginn des Weges nicht trotzdem notwendig ist, um überhaupt mal anzufangen. Um überhaupt loszugehen.

      Und kann die dadurch gewonnene Selbsterkenntnis schlussendlich nicht darin münden, dass ich erkenne, „dass das Selbst jenseits von Zeit und Raum ist, nicht fassbar, nicht verstehbar, nicht erkennbar“. Kann schlussendlich als Selbst-Erkenntnis am Ende des „Therapie-Prozesses“ nicht stehen, dass es gar keine Selbst-Erkenntnis gibt?

      Folgendes Bild geht mir durch den Kopf: Wenn ich an einer Treppe stehe – mit 1 Meter hohen Stufen – dann kann ich immer nur die nächste Stufe sehen. Und ich tue das, was ich auf meiner Stufe gelernt habe, um die nächste Stufe zu erklimmen. Mag sein, dass ich 7 Stufen später im Rückblick begreife, dass das gar nicht nötig gewesen wäre. Aber um diesen Draufblick zu bekommen, muss ich erst die anderen Stufen zurückgelegt haben (Diese Bild ist als Frage gemeint, nicht als Antwort.).

      Lieben Gruß!

      Hagen

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      • Noch ein Bild, lieber Hagen.

        Letztlich geht es darum, aus dem Verstand, also dem Alten, dem Bekannten, in einen völlig unbekannten grundlosen Abgrund zu springen. Da gibt es diesen hohen Berg mit den 10 Stufen der Selbstvervollkommnung und du hast dir vorgenommen, diesen Berg zu besteigen und, koste es was es wolle, bis zum Gipfel durchzuhalten. Ich hab dir ja mal erzählt, dass ich nach meiner Zeit bei den DeMolays in die Loge „Jacob De Molay zum flammenden Stern“ eingetreten bin, dort aber nie über den Lehrlingsgrad hinausgekommen bin,da ich mich nie darum bemüht habe. Irgendwann verließ ich die Loge wieder und geistere seitdem heimatlos durch die Lande. Ich kann dir also nicht sagen, was dich In der Freimaurerei bei deiner Klettertour zum Gipfel noch erwartet. Aber ich wollte es ja an dem Bild vom Berg verdeutlichen, worum es mir geht. Du stehst untem am Berg und blickst hinauf zum Gipfel, aber anstatt mit dem Klettern zu beginnen, springst du einfach in den Abgrund. Möglicherweise kletterst du erst ein Stück nach oben und springst von da aus. Immer wieder kommst du an den Punkt, an dem du fühst, jetzt sollte ich springen. Aber vielleicht willst du erst ganz nach oben – in er Hoffnung, dass du dann die Reife gewonnen hast, die dich befähigt, in den grundlosen Abgrund zu springen. Niemand kann ausschließen, dass das geschehen kann. Es kann aber auch sein, dass es immer schwieriger wird zu springen, denn jeder verweigerte Sprung erhöht das Angstpotenzial und die Rationalisierungen nehmen immer mehr zu. Kann sein, kann nicht sein, ich weß es nicht. Es liegt alles nicht in unserer Hand. Der Sprung geschieht, wenn er geschieht. „Nicht wie ich will, sondern wie du willst. Dein Wille geschieht.“

        Einen herzlichen Gruß
        Nitya

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  7. Hallo Hagen,

    Da dacht ich mir, ich guck doch auch mal bei dir 🙂
    … und da find ich dir Freimaurer…

    In mir drin ist etwas, das mich immer mal wieder in diesem Leben hat rein schauen lassen in Seiten/ Schriften von Logen/ Freimaurern/ Rosenkreutzern – und immer habe ich diese Seiten und Schriften wieder zugemacht, weil ich dort nicht das emp-fand, was ich in mir drin empfinde, wenn ich daran denke…
    Es passiert etwas in mir, wenn ich diese Sätze höre, wie … For we are brethren in the rosy cross, we got the mason word and second sight… und ich mir nicht vorstellen kann, das man das in irgendwelchen Organisationen lernen kann oder dass das in irgendwelche Grade passt….

    Klar – Ich kann mir kein „Urteil“ erlauben, weil ich’s nicht ausprobiert habe und sicherlich muss man da einsteigen um es wirklich kennen zu lernen – aber es ist wie es ist – mein Gefühl sagt mir, das is nix für mich…

    Alles Liebe ❤

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    • Liebe Ananda!

      Vielen Dank für Deine ehrlichen Worte! Ich freue mich immer, wenn ich bei den Kommentaren zu meinem Blog ein „aufrichtiges Ringen“ herausfühlen kann. Und wenn ich das Gefühl habe, dass der Schreiber ehrlich ist und sich nicht nur hinter vorgefertigten Meinungen oder Verschwörungstheorien versteckt.

      Dein Zitat „For we are brethren in the rosy cross, we got the mason word and second sight…“ kenne ich nicht. Es ist mir auf meinem freimaurerischen Weg bislang nicht begegnet.

      Doch ich verstehe Deine Intention, mit der Du dieses Zitat gebracht hast. Und ich teile die Bauchschmerzen, die Du mit solchen Aussagen hast; oder besser die Bauchschmerzen mit dem Selbstverständnis, das aus solchen Aussagen an allen Ecken und Enden förmlich heraustrieft.

      Und auch ich glaube, dass es nicht die Mitgliedschaft in einer Organisation ist, die einem mit dem, was dieses Zitat ausdrückt – und was ich gerne als „spirituelles Mysterium des Lebens“ umschreibe – in Berührung bringt.

      Denn zum einen gibt es noch viele weitere, anders geartete Organisationen, die diese Mysterien ebenso bewahren. Und zum anderen kann es immer nur der einzelne Mensch sein, der diese Mysterien in sich trägt.

      Jede Organisation kann einem nur die für sie spezifische Art und Weise zeigen, sich diesem Mysterium anzunähern. Niemals aber ist eine Organisation mit diesem Mysterium gleichzusetzen. Jede Organisation ist immer zu klein, um das Mysterium des Lebens zu greifen. Und niemals existiert ein Automatismus, wonach mich die Mitgliedschaft in einer Organisation automatisch mit diesen Mysterien in Berührung bringt. Ich bin ja auch nicht plötzlich ein Auto, nur weil ich eine Garage betrete.

      Meiner Meinung nach muss das Endziel einer jeden spirituellen Organisation (und auch eines jeden spirituellen Lehrers) darin bestehen, mich in die Lage zu versetzen, selbstständig (sprich ohne Organisation oder Lehrer) Zugang zu diesen Mysterien zu haben bzw. in einem alltäglichen, seienden Bewusstsein dieser Mysterien zu leben. So ähnlich wie Krücken: Sind ganz praktisch, um Laufen zu lernen. Doch das Ziel muss es doch sein, irgendwann ohne Krücken gehen zu können.

      Das Freimaurertum birgt, was das angeht, sogar einige Gefahren in sich. Denn es es bringt eine so „spezielle“ und raumeinnehmende Organisationsform mit sich, dass die Gefahr besteht, nur an den äußeren Formen des Freimaurertums hängenzubleiben, ohne auch den inneren Weg zu gehen. Dann lernt man was über Freimaurerische Symbolik und beschäftigt sich mit philosophischen, religiösen und ethisch-moralischen Fragestellungen, erlebt aber niemals die tiefgreifende und grundlegende Transformation des eigenen Selbst.

      Daher kann ich Deine „Bauchschmerzen“ voll und ganz nachvollziehen und finde sie auch berechtigt. Das (und noch ein, zwei Dinge mehr) sind die Gründe, weshalb ich mir dem Freimaurertum gegenüber hoffentlich immer auch einen kritischen Blick bewahren werde.

      Trotzdem wird es Dich wahrscheinlich nicht überraschen, wenn ich Dir schreibe, dass es eben die Rituale und die Symbole des Freimaurertums sind, die mir helfen, mit dem, was ich versucht habe mit „Mysterium des Lebens“ zu umschreiben, in Berührung zu kommen. Das freimaurerische Ritual ist mir so etwas wie eine innere Heimat geworden.

      So far. Viele Worte. Tut mir Leid. 😉

      Gesegneten Gruß!

      Hagen

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      • Lieber Hagen,

        Ich weiß auch nicht mehr, wo ich dieses Zitat her hab – ich kenne diese Worte einfach… und sie lösen in mir nach wie vor ein tiefes Gefühl aus…

        Ich mag deine Antwort sehr !

        Was jetzt – nach gut fünf Jahrzehnten Leben in diesem Leben – in mir ist, ist eine Mischung aus so ziemlich ALLEM was mir auf meinem bisherigen Lebens-Weg begegnet ist.
        Von Aleister Crowley ( ja – ich weiß – drogensüchtig und durchgedreht, trotzdem fühle ich da eine Verwandtschaft und tiefe Weisheit) über Yoga zum Buddhismus, auch Christentum ( !) und zurück – mit allem, was dazwischen liegt und drum herum.

        Es ist ein Durchananda – mag schon sein, aber ich mag es, wie es ist 🙂

        Klar – Das mit der Heimat ist so eine Sache…
        Freiheit von Organisationen, von Regeln, von Wegen – das mag sich im ersten Moment heimat-los anfühlen.
        So ist es aber immer mit der Freiheit
        und so ist es ja auch nicht – Die Heimat ist das Mysterium 🙂

        Witzig, dass auch du das Auto erwähnst – das scheint ein beliebtes Bild für’s Mysterium zu sein 😉
        hier
        https://utopiosmessage.com/2016/10/09/segnung-zwischen-wurst-und-salat/
        steht es irgendwo unten in den Kommentaren:
        „… So wie eine Ameise sich einem Auto nähert, wissend da ist was und wissend es übersteigt meinen Verstand“
        und letztlich dreht es sich alles im Kreis –
        Wer nun die Ameise ist und wer das Auto fährt und wer es gebaut hat…. wenn sich die Gedanken gut genug im Kreis drehen, kann die Zentrifugal-Kraft wirken …
        Das is ja das Einzige, was es, wie du auch sagst, zu verhindern gilt –
        Sich fest zu fahren und im Matsch stecken zu bleiben.

        In diesem Sinne –
        Es lebe das Mysterium 🙂

        Liebe Grüße von der Ananda-Ameise ❤

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        • Liebe Ananda
          (oder lieber Ananda?)

          Irgendwo las ich mal das Bild, dass Religionen mit einem Wegweiser zu vergleichen sind, der in die Richtung der Sonne zeigt. Dieser Wegweiser zeigt mir also, wohin ich blicken muss, um die Sonne zu sehen.

          Der Mensch macht nur regelmäßig den Fehler, diesen Wegweiser zu absolutieren. Und seit Jahrtausenden schlagen sich Menschen gegenseitig die Köpfe ein, weil sie der Meinung sind, dass ihr Wegweiser besser ist als die der anderen.

          Dabei geht es doch gar nicht um den Wegweiser! Es geht um die Sonne! Der Wegweiser ist nur irgendein Holzteil, das für sich genommen so gut wie gar keinen Wert hat. Erst durch die Sonne bekommt er seinen Wert.

          So ähnlich ist es auch mit dem Freimaurertum. Die Organisationsform kann man ansprechend oder abstoßend finden. Allerdings kommt es gar nicht auf die Organisationsform an, sondern auf das Mysterium, auf die diese Organisationsform verweist. Die Organisation an sich und nur um ihrer selbst Willen ist irrelevant. Sie bekommt erst Wert durch das Mysterium, auf die sie verweist.

          Daher weiß ich den Stellenwert der Organisationsform des Freimaurertums einzuordnen. Sie ist sinnvoll und nützlich für den Zweck den sie erfüllen soll. Aber sie ist nicht das Ziel, sondern nur der Weg (oder besser: Ein Weg unter vielen).

          Ich weiß, dass ich derjenige bin, der dieses Mysterium, auf das diese Organisationsform verweist, bereits in sich trägt. Die Organisationsform ist mir eine Hilfe auf meinem Weg, aber sie darf nicht mit dem Mysterium selbst verwechselt werden. Daher bin ich innerlich frei.

          Und wenn Du nach Freiheit fragst, sage ich Dir: Ich habe die Freiheit, ganz bewusst Teil dieser Organisation zu sein; ohne aber abhängig von ihr zu sein. Ich weiß, dass diese Organisation mir eine große Hilfe sein kann. Ich weiß aber auch, dass diese Organisation nicht gleichzusetzen ist mit dem Mysterium, auf das sie verweist. Ich wertschätze und unterstütze diese Organisation und ziehe auch Nutzen aus ihr, aber ich absolutiere sie nicht.

          (Ich glaube, dem Thema werde ich nochmal einen eigenen Blog-Artikel widmen. ).

          Gesegneten Gruß!

          Hagen

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          • Ananda ist „Die Glückseligkeit jenseits von Glück und Leid“ ,
            das gibt’s in Er und Sie und Es
            aber in diesem Leben bin ich eine Menschin 😉

            Na, dann noch auf ein frohes Schaffen – wie auch immer, was auch immer, es ist nicht wichtig, nichts ist falsch oder richtig 🙂

            Alles Liebe ❤
            denn darum geht’s – die Liebe ist die stärkste Kraft und nur sie kann heilen ❤

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  8. Hallo Hagen,

    ich verstehe Deinen Ansatz, aber finde ihn überhaupt nicht „schlimm“. Nicht einmal zweifelnd. Schau, wir wollen doch alle gar keine Idealos werden, sondern es reicht doch völlig, wenn wir besser werden. (Streng logisch bedeutet das ja nicht einmal, dass wir dann gut sind; es wird ja nicht auf ein Niveau abgestellt, sondern auf eine -positive- Tendenz.)

    Hierzu hast Du bereits viel Feedback erhalten, das ich so ohne weiteres unterschreiben könnte. Es muss nicht nochmal gesagt werden. Du bist ein kluger Mensch, du verfügst zudem über Selbstkritik, für mich bist Du voll auf Kurs! Alles gut. 🙂

    Worauf ich noch kurz eingehen will, ist das Thema „dritter Grad“. Ich bin jetzt in IV/V, also nur sozusagen einen Schritt weiter. Erwarte von den Andreasgraden keinen quantitativen „Zuwachs an Kenntnis“. Es gibt da nicht mehr, als die Johannisgrade bieten, da haben unsere AFuAM Brüder recht. Aber erwarte, ähnlich wie in einer Uni, etwas über die FM Lehre als solche zu erfahren, warum sie ist wie sie ist. Die Ordens Hochgrade sind qualitativer Natur. Das beginnt, so viel darf ich wohl sagen, indem der suchende Johannismeiater erst mal sehr unsanft mit seiner eigenen Seelenwelt konfrontiert wird. In diesem Zusammenhang wirst Du mit großer Wahrscheinlichkeit eine Antwort auf Deine Frage -den Kubus betreffend- finden, sogar schnell und überzeugend.

    Freue Dich darauf! 😀

    Viele liebe Grüße
    Ein Adlerjunge

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    • Vielen Dank, mein lieber Adlerjunge!

      Genau deswegen habe ich am Ende meines Blogartikels diese Einschränkung – nämlich, dass ich Johannismeister bin – gebracht. Ich schließe nicht aus, dass jedes Freimaurerische Symbol noch Facetten hat, die ich aktuell noch nicht erkennen kann.

      Ich hätte diesen Herbst in die Andreasloge aufgenommen werden können, habe mich aber dagegen entschieden. Zum einen, weil ich mich in der Auseinandersetzung mit dem 3. Grad noch nicht bereit dafür fühlte. Zum anderen, weil meine privaten Lebensumstände aktuell wenig Zeit dafür lassen. 2017 werde ich mich neu mit meiner Aufnahme in die Abdreasloge befassen.

      Lieben brüderlichen Gruß!

      Hagen

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  9. Lieber Hagen ich möchte einmal 2 Punkte an deinem Text besonders hervor heben und auch kritisieren.

    „Dieses Bild ist den mittelalterlichen Steinmetzen der Dombauhütten entlehnt. Deren Aufgabe war es, grobe Gesteinsbrocken so lange mittels Hammer und Meißel zu behauen, bis diese in einem sakralen Bauwerk Verwendung finden konnten…..“

    Da gibt es einen großen Fehler, der sich leider hartnäckig in der Freimaurerei hält. Mit Abstand der größte Teil der Bauwerke der alten Steinmetzen und Bauhütten waren KEINE sakrale Bauten sondern alles, was aus Stein gebaut wurde, wie Stadtmauern, Bürgerhäuser, Schlösser, Rathäuser etc.

    „…das Bild vom „Rauen Stein“ und vom „Behauenen Stein“ (oder auch Kubus)…..“

    Da setzt dein dein eigener, wie ich finde auch berechtigter, Selbstzweifel an. (Sehe ich auch so)

    hättest du den in Klammern gesetzten Kubus als Zeichen der Perfektion weggelassen, wäre es womöglich stimmiger. Dieser Kubus ist aber auch leider (für mich vollkommen unlogisch) Bestandteil des Ritual obwohl richtigerweise von einem behauenen Stein gesprochen wird. Ein behauener Stein kann so oder so behauen sein – wird aber wohl kaum der Form eines Kubus entsprechen. Meist sind die auch noch poliert was man mit einfachen Hämmern kaum hinbekommt. Und Bauwerke kann man mit lauter Kubusen gar nicht errichten. (Stelle dir mal das für Stabilität sorgende Verbundmauerwerk an einer Ecke vor)

    Ein behauener Stein als Symbol ist immer noch ein Selbst und niemals ein Ideal, was KEIN Mensch erreichen wird. Aus diesem Grund sollte der Behauene Stein besser wieder Einzug in die Bauhütten und Rituale halten.
    Leider ist mit dem Kubus die Logik wieder einer verklärten Gläubigkeit gewichen. Somit stehe ich bei deiner zweifelnden Frage ganz auf deiner Seite.

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  10. Deiner Argumentation konnte ich folgen und wenn du die Kanten des Steins als Schattenseiten siehst, die es akzeptierend zu betrachten gilt (und nicht abzuschlagen gilt), dann ist deine Argumentation stichhaltig. Wenn ich aber vom Konzept eines wahren Selbst ausgehe, dann gilt es sich darüber bewusst zu werden, was nicht dazu gehört und es abzuschlagen , um beim Bild des rauen Steins zu bleiben (oder es sogar für die eigene Magie nutzbar zu machen). Ich habe mir hier mal dazu Gedanken gemacht, wobei ich dabei allerdings von Dämonen spreche.http://www.no-mads.de/myblog/ueber-die-daemonen/

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    • Liebe mamiwata!

      Vielen Dank für Deine Gedanken!

      Der Gedanke, dass der Weg vom „Rauen Stein“ zum „Behauenen Stein“ der Weg vom „Falschen Selbst“ zum „Wahren Selbst“ sein könnte, kam mir während des Rituals auch schon.

      Kann mir auch vorstellen, dass dies eine Tiefendimension dieses Bildes ist, das ich in meinem Blogartikel vollkommen außer Acht lasse.

      Ich werde diesen Impuls mal nachwirken lassen.

      Gesegneten Gruß?

      Hagen Unterwegs

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  11. Das Bild, wonach dem rohen Steine seine Ecken und Kanten abgehauen werden müssen, kommt in dem von Dir begangenen Weg des Freimaurerordens gar nicht vor, insofern brauchst Du Dir darüber nicht den Kopf zu zerbrechen. Es entstammt einer weit jüngeren Traditionslinie, in der einige Symbole, manchmal etwas gekünstelt, umgedeutet werden, weil man den ursprünglich dahinter stehenden Gedanken nicht mehr kennt oder ihn sich nicht zu eigen machen möchte.
    Konsequenterweise wirst Du im Symbolgebäude des Freimaurerordens daher auch keinen Spitzhammer finden. Statt dessen gibt es als wichtigstes Werkzeug das Symbol der Kelle, mit der die Unebenheiten geglättet und Risse aufgefüllt werden können.
    Ziel ist es letztlich, den rauen Stein von Innen her so zu umzuformen, dass er sich dem Idealbild – symbolisiert durch den Kubus als vollkommenem Körper – annähert. In Deinem jetzigen Grad, der 3. von 10 Stufen, findest Du eine Übergangsform zwischen rauem Stein und Kubus als Symbol für die fortschreitende Entwicklung.

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    • Lieber Bruder Michael!

      Vielen Dank für Deine bereichernden Worte! Entschuldige bitte, dass ich erst jetzt dazu komme, Dir zu antworten!

      Du hast Recht, auf die Spitzhacke bin ich im Freimaurerorden bisher noch nicht gestoßen. Dann liege ich mit meinen Bauchschmerzen, was dieses Bild vom Behauen des Steines angeht, gar nicht so verkehrt. Die Erklärungen zum Symbol der Maurerkelle (von dem Du schreibst), die mir bis jetzt durch „den Hieber“ angeboten worden sind, empfand ich bisher nicht als besonders schlüssig. Mit dem, was Du noch dazu schreibst, ändert sich das gerade…

      Ich habe in meinem Artikel ganz bewusst mit einbezogen, dass ich ganz bestimmt noch nich alle Facetten dieses Bildes (vom Rauen Stein zum behauenen Stein) kenne, geschweige denn begriffen habe.

      Und zum Beispiel habe ich auch die Dimensionen, die das Symbol des Kubus in der Kabbalah haben kann, bewusst gar nicht gestriffen. Hätte wohl den Umfang gesprengt.

      Seit Du geschrieben hast, dass ich bereits im 3. Grad eine „eine Übergangsform zwischen rauem Stein und Kubus als Symbol für die fortschreitende Entwicklung“ finde, halte ich im Ritual des 3. Grades die Augen offen. Ich habe eine Idee, was Du meinen könntest, bin mir aber nicht ganz sicher. Es gehört wahrscheinlich auch nicht hier her. Wenn Du magst, kannst Du mir gerne nochmal per E-Mail (hagen_unterwegs@gmx.net) einen Wink mit dem Zaunpfahl geben…

      Gesegneten brüderlichen Gruß!

      Hagen

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  12. Jeder Schatten ist ein eingeschlossenes Licht. Jeder Schatten ist auch ein Wegweiser zum Licht. Das bedeutet für mich, Schwächen zu Stärken zu machen, im Klartext: Die besonders stark vertretenen rauen Naturkräfte zu zähmen, um sie in den Dienst der Allgemeinheit „groß raus zu bringen“. Das hat meiner Meinung nach nichts mit Selbstverleugnung und Selbstverstümmelung zu tun, sondern ganz im Gegenteil.

    Es gibt aber noch eine ganz andere Betrachtungsebene zum Kubus, insbesondere dem Symbol vom Kubus mit Spaltaxt.
    Dazu Oswald Wirt in seiner Triologie „Die Freimaurerei, ihren Anhängern verständlich gemacht“
    Der Geselle, Der Tempel des Gesellen, Seite 133:
    „….Dieses Werkzeug, das die Freimaurer von den Zimmerleuten übernommen haben, zeigt ohne Zweifel, dass man den Stein öffnen muss, ihn spalten, um in sein Inneres zu gelangen, zu seiner Esoterik…“
    und:
    „Der vollkommene Kubus ist kaum geeignet, den Anforderungen einer Baukunst zu genügen, die längliche Blöcke aufeinander zu schichten pflegt. Der Kubische Stein nimmt demgegenüber Bezug auf eine Baukonstruktion, die sich im Wege der Kristallisation vollzieht…“

    Mit dieser Aussage deutet Oswald Wirth unmissverständlich an, dass es hinter der allgemein gebräuchlichen Symbolik des kubischen Steins in der Freimaurerei noch eine okkulte (versteckte) Bedeutung gibt, die sich nur jenem erschließt, der sich mit eben jener „Baukonstruktion“ vertraut macht.
    Was ist der tiefere Sinn hinter diesem „Stein der Weisen“?
    Es geht vermutlich um eine magische Konzentrationsübung, deren Ziel eine mystische Erfahrung, also eine Gotteserfahrung ist. So wie der Hohepriester das Allerheiligste des salomonischen Tempels, einen kubischen Raum aufsuchte um mit Gott zu reden….
    Auch der Sefer Jetzira, das Buch der Schöpfung berichtet davon:
    http://tetraktys.de/mystik-4.html#kabbala-tetraktys

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    • Lieber Bruder Philolaos2013!

      Vielen Dank für Deine bereichernden Ausführungen!

      Was Deine Aussagen zu „Schatten und Licht“ angeht, sind wir auf einer Linie. Lediglich die Aussagen, dass „Schatten eingeschlossenes Licht“ ist, kann ich noch nicht ganz durchdringen. Magst diese Aussage nochmal ein wenig ausführen?

      Ich werde mir die Reihe von „Oswald Wirth“ zulegen, um die von Dir gebrachten Zitate mal im Kontext zu lesen. Von welchem Werkzeug, um den Stein zu öffnen, spricht er?

      So, wie ich das Ritual im Freimaurerorden und den Weg durch die Grade verstehe, glaube ich auch, dass das letztendliche Ziel dieses Weges eine Gotteserfahrung – die Unio Mystica – ist.

      Gesegneten brüderlichen Gruß!

      Hagen Unterwegs

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  13. Lieber Hagen,
    Deine Hinterfragung des Symbols vom kubischen Stein hat absolute Berechtigung. Es handelt sich dabei lediglich um eine Platzhalter-Symbolik, wenn auch um eine recht stimmige. Nämlich, um auf eine recht komplizierte Umschreibung verzichten zu können, die sich um jene okkulte Geometrie bemühen müsste. Es geht um das Wesen platonischer Parkettierungen und platonischer Körper, einer davon ist ja bekanntlich der Kubus. Und selbst wenn man diese Thematik „kubische Kristallgitter“ komplett durchgeistigt (also das was Oswald Wirth meint), so fehlen noch weitere erkenntnistheoretische Bereiche, die den Zusammenhang von Zahlentheorie und Symmetrie beleuchten müssten…
    Danach kommt dann die philosophische Ausdeutung….
    Also wählt man besser das einfache Erklärungsmodell, dann muss man sich auch nicht das Hirn zermartern.

    Das Werkzeug welches Wirth ist die Spaltaxt, das komplette Symbol ist also ein Kubus mit Spaltaxt. Dieses Symbol findet man manchmal auf alten Abbildungen von Arbeitsteppichen.

    Was ist mit dem eingeschlossenen Licht gemeint:
    Diese Metapher bezieht sich auf eine okkulte Geometrie, eine Systematik von Sternfiguren und ihren Teilereigenschaften, aus der eindeutig hervorgeht, dass die primen Sternfiguren (Das erste davon ist das Pentagramm) von den Vielfachen ihrer „Vorgänger“ also ihrer „Materie“ eingeschlossen werden bzw. übrig bleiben, selbst aber wiederum Materie erzeugen, die alle weiteren „Nachfolger“ „einkerkert“.
    Primzahlen sind bekanntlich nur durch 1und sich selbst teilbar….
    Unser Ego (lat. nicht teilbar) ist ebenso ein eingeschossenes Licht, welches sich nur auf Grund einer Wandlung seiner Geisteshaltung aus seinem Kerker der Materie befreien kann, die das menschliche Ego gefangen hält. Wir haben damit ja tagtäglich zu tun, dass wir aus unserer eigenen Beschränktheit heraus, die Beschränktheit anderer Menschen verteufeln….
    Johannes dem Täufer sagte dazu: „Ändert euren Sinn“…

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    • Vielen Dank, lieber Philolaos 2013, für Deine Ausführungen!

      Wie ich ja an anderer Stelle schrieb, gehöre ich dem Freimaurerorden an. Dort bin ich im 3. Grad (Johannismeister).

      Ich habe mich letztes Jahr ganz bewusst dagegen entschieden, mich bis in den 5. Grad (Andreasgeselle) befördern zu lassen. Ich war für mich mit dem 3. Grad noch nicht soweit durch, als dass ich schon hätte weiterwandern wollen.

      Mit dem, was Du schreibst, sehe ich bestimmte Symbole auf der Arbeitstafel des Lehrlingsgrades nochmal mit anderen Augen. Und auch das ein oder andere Symbol, von dem ich bereits weiß, dass es in der Andreasloge kommen wird, macht jetzt Sinn für mich. Ich kann hier leider nicht weiter darauf eingehen, ohne gegen die Arkandisziplin zu verstoßen.

      Vieles von dem, was ich auf Deiner Webpage finde, ist für mich schwer zu erfassen und zu verstehen. Von dem, was ich mir aber bereits mit meinem Hintergrund aus der Kabbalah erschließen konnte, habe ich das Gefühl, dass Du eine ganz fundamentale Tiefendimension des freimaurerischen Weges aufzeigst, zu der ich bislang nur wenig Zugang hatte.

      Vielen Dank dafür und lieben brüderlichen Gruß!

      Hagen

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  14. Der Kubus ist m.E. überhaupt nicht geeignet um in einer Bauhütte zu liegen und erst Recht nicht im 2 Grad.
    Vollkommen unschlüssig ist, dass im 1. Grad gezeigt wird, wo man gerade steht und im 2. Grad dann gezeigt werden soll, was erstrebenswert ist, wo ist das Ergebnis der Mühen des Lehrlings?.

    Ich wage zu bezweifeln, dass ein Kubus im Sinne der Bauhütte ein vollkommener Stein für einen Bau ist. Hat schon mal jemand darüber nachgedacht, wie man damit ein Verbundmauerwerk errichten kann?
    Es geht nicht und zusätzlich mal die Frage: Wofür liegt eigentlich die Kelle auf dem Stein? Heißt es nicht, um die Unebenheiten des Steins auszugleichen? Wo sind die Unebenheiten des Kubus?

    Vom 18.Grad des AASR möchte ich jetzt hier nicht reden, denn da kommt dann die Auflösung des der angeblichen Sinnhaftigkeit des Kubus – Die ich aber GANZ und GAR nicht tragen kann.
    Früher (auch in den alten Schriften) war immer vom behauenen Stein die Rede, der auch als Quader (Rechtkant) bezeichnet wurde. Ein Behauener Stein ist KEIN Kubus!

    Leider hat mich genau diese (in diesem Fall verlogen versteckte) Nähe der Freimaurerei zu Religion vom Bund, für dessen Grundgedanken ich für bestimmt 10 Jahre gekämpft habe, abrücken lassen.
    Ich kämpfe nicht für Religionen – obwohl, Religion und die Themen, die die Gesellschaften unserer Welt prägen, sind ja sowieso verboten in der FM. Über Religion darf nicht diskutiert werden, wird aber praktiziert. Der Tempel der Humanität für AFuAM das symbolische Ziel als idealisierte Zukunftsgesellschaft, warum darf man darüber (in Form von Gesellschaft und Politik) eigentlich nicht sprechen, wenn man genau die doch formen möchte?

    Ich weiß natürlich, dass sich etliche Logen nicht daran halten und trefflich über Politik und Gesellschaft diskutiert wird, aber das ist leider nicht die Mehrheit und auch nicht Grundlage der FM – Dafür wird ja dann auch gern verächtlich das Attribut „Debattierclub“ verliehen.

    Ich sehe unter diesen Bedingungen leider keine Zukunft mehr für den Bund, was ich sehr schade finde.

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  15. Lieber Bruder Jürgen!

    Ich schätze Deine Sicht- und Herangehensweise ans Freimaurertum und finde sie in sich schlüssig. Ich schrieb ja an anderer Stelle schon mal, dass ich Deinen Standpunkt wertschätzen und als gleichberechtigt stehenlassen kann – auch wenn mein Standpunkt dem deinen wohl diametral gegenübersteht.

    Für mich sind die unterschiedlichen Facetten des Freimaurertums Zeichen einer wunderbaren Vielfalt.

    Witzigerweise habe ich bei Dir das Gefühl, dass Dein Gottesbild (das Bild von Gott, dass Du ablehnst) dogmatischer ist als meins, das in den Glauben an Gott eingebettet ist. In meinem Gottesbild ist genügend Platz für die, die ihn negieren, ablehnen oder einfach nur andere Vorstellungen von ihm haben.

    Unstrittig scheint es ja ein klar diesseitig und humanistisch geprägtes Freimaurertum genauso zu geben, wie ein spirituell esoterisches. Wo ist das Problem, seine eigene Richtung zu leben und die entgegengesetzten Richtungen einfach stehenlassen zu können?

    Lieben brüderlichen Gruß!

    Hagen

    Gefällt 2 Personen

  16. Lieber Bruder Hagen,
    hast Du einmal den Gedanken in Erwägung gezogen, dass es die von Dir vermutete >Unio Mystica<, also die Vereinigung mit Gott nicht gibt, überhaupt nicht geben kann, sondern nur ein Wunschdenken von uns Menschen ist, weil wir nach etwas suchen, das wir letztendlich nicht erklären können.
    Deshalb versuchen wir uns in Symbolen, um das Unerklärliche zumindest verständlich zu machen – vermutlich vor allem uns selbst.
    Ich stimme Br. Jürgen insofern zu, dass der Kubische Stein – rein bautechnisch – absolut ungeeignet ist, sinnvoll in irgendeinen Bau eingefügt zu werden.
    Hinzu kommt, dass in den Logen der kubische Stein zusätzlich meist poliert ist, was die darauf positionierte Kelle zu einem nicht mehr erklärbaren und unsinnigen Werkzeug degradiert.
    Damit kommen wir zum eigentlichen Problem .- so wie ich das in den vielen Jahren als Freimaurer immer wieder beobachte – dass nämlich vielen die Symbolinhalte verschlossen bleiben und lediglich ein äußerliches „Abarbeiten“ erfolgt, ohne dass eine wirkliche innerliche Auseinandersetzung mit den SINN-Inhalten der Symbole erfolgt.
    Ich lehne jedwede „Verehrung“ irgend einer „Gottheit“, die durch menschliche Aussagen definiert ist, ab.
    Gleichwohl akzeptiere und respektiere ich die Kraft, die Ursache all dessen, was die für uns erkennbare Welt ausmacht.
    Die Ursache kann ich lediglich vermuten, und sehe mich, wie alle Menschen, aber außer Stande diese Kraft jemals zu erkennen oder gar zu begreifen, weil die Größe, für mich, jeden denkbaren Horizont überschreitet.
    Nur eines ist mir klar geworden:
    Ich bin Teil dieses Ganzen und kann, wenn überhaupt, versuchen, mich nach den, vermutlich jedem Menschen inne wohnenden, Regeln zu leben.
    Gelingt mir das – dann bin ich der lebende Beweis des Idealen „Steines“, des Kubus,der nicht mehr „erdgebunden“ ist, sondern rein gesitig existiert, dann bin ich Teil dieser unbeschreibbaren Kraft, der Ursache, geworden und benötige keinen noch so geschickt von Menschen ausformulierten Gottesbegriff – dann bin ich wirklich frei.
    Frei von Dogmen, frei von Vorurteilen, frei von erdgebundenen Vorurteilen – Teil der Unendlichkeit.
    Für mich ist DAS das Ziel der Freimaurerei.

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    • Lieber Bruder Werner!

      Vielen Dank für Deine mal wieder fundierte und umfassende Antwort. Bitte entschuldige, dass meine Antworten immer ein wenig auf sich warten lassen (müssen).

      Mit religiösen bzw. spirituellen Dingen ist es wahrscheinlich immer so, dass sie objektiv schwer bis gar nicht zu belegen oder zu wiederlegen sind. Das gilt ganz bestimmt auch für die Frage nach „Unio Mystica“.

      Mein Eindruck ist: Wenn Du schreibst, dass Du „Teil der ursächlichen Kraft, deren Größe alles übersteigt“ und „Teil der Unendlichkeit“ bist, dass das sehr in die Richtung dessen geht, was ich auf meinem Blog oft als „Eins-Sein mit dem Großen Ganzen“ beschreibe. Dieses Eins-Werden mit dem Großen Ganzen ist für mich das, was ich mit der „Unio Mystica“ beschreibe. Für mich persönlich gehört da die Idee eines wie auch immer gearteten Gottes zu.

      Auch, was die Frage nach der Verehrung einer durch menschliche Aussagen definierte Gottheit angeht, sind wir sehr dicht beeinander. Vergleiche hierzu meine folgenden Blogtexte: „Der Weg ins Auge des Sturms“ ( https://hagenunterwegs.wordpress.com/2015/03/31/der-weg-ins-auge-des-sturms/) und „Freimaurertum benötigt Spiritualität und Gottesbezug“ ( https://hagenunterwegs.wordpress.com/2017/03/21/freimaurertum-benoetigt-spiritualitaet-und-gottesbezug/).

      Dass sich der (polierte) Kubische Stein nicht zum Bauen eignet, ist zunehmend augenscheinlich für mich. Vor den Diskussionen, die die Artikel auf meinem Blog ausgelöst haben, war mir das gar nicht so recht bewusst. Wenn ich aus diesem Blickwinkel den Kubischen Stein im Kontext der Symbolik des Freimaurerordens (neu) betrachte, glaube ich auch zunehmend weniger, dass er zu Bauen bestimmt ist. Ich glaube eher, dass er symbolisch für einen idealen inneren Zustand bzw. ein ideales Bewusstsein (oder wie auch immer ich es umschreiben könnte) steht.

      Vielen Dank für Deine mich sehr bereichernden Impulse.

      Gesegneten brüderlichen Gruß!

      Hagen

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