Zeit der Verwandlung

Dichter Nebel hat sich auf das Land gelegt. Und hüllt alles in seinen grauen Schleier. Von den Straßenlaternen sind nur noch fahle Lichtkränze zurückgeblieben. Silbriger Tau ziert die Spinnennetze, die allgegenwärtig an den Hecken, Mauern und Büschen prangen. In das verblassende Grün der Bäume schummeln sich erste zarte Farbtupfer. Und die Konturen dieser Bäume verschmelzen unmerklich mit dem Hintergrund. Die Dämmerung ist bestenfalls zu erahnen. Irgendwo dort hinterm Horizont.

Die Kerzen auf dem Altar werfen ein erstes schwaches Licht auf diesen Morgen. Ruhig lodern ihre Flammen vor sich hin. Und zeichnen schwache Bilder an die Wände. In ihren dunklen Schatten ruht ein menschlicher Totenschädel. Unablässig spricht er die immer gleiche Mahnung: „Gedenke, Mensch, dass Du sterben wirst!“ Und in der Mitte von Licht und Dunkelheit hängt der Menschensohn. Gekreuzigt. Aufgehängt zwischen Leben und Tod. Er, der die Schwelle zum Totenreich endgültig überschritten hat. Er, der gestorben ist, um aufzuerstehen. Er, der die Verwandlung durchschritten hat. Dieses Bild strahlt an diesem Morgen eine seltsame Ruhe aus. Und eine seltsame Vorahnung.

Draußen hallen gehetzte Schritte vom Asphalt der kleinen Straßen wieder. Teilnahmslose Gesichter. Gesengte Blicke. Am Bahnhof wartende Personen. Ungeduldig. Abgelenkt. Abwesend. Der tagtägliche, gleichgeschaltete und über das Oberflächliche nicht hinauskommende Trott. Menschen unachtsam für diese machtvolle Verwandlung, die sich überall um sie herum gerade vollzieht.

Dieser Morgen drängt vergangene Bilder an die Oberfläche. Vom Grund des tiefen und weiten Meeres meiner Erinnerung. Bilder von dem Moment, als ich in meinem eigenen Grab lag. Eingebettet inmitten der vier Himmelsrichtungen. Umgeben von der Präsenz des Todes. Schwarze Tränen regnete es an diesem Tag. Die Verwesung fraß sich zwischen meine Haut und meine Knochen. Im Westen hatte ich die Schwelle zum Heiligen Bezirk überschritten. Doch auf meinem Weg in den Osten war ich niedergestreckt worden. Vielleicht von mir selbst. Vielleicht von Gott. Die Zeit der Verwandlung war nahe…

Jetzt ist die Zeit der Verwandlung da. Hier im Schwellenraum. Es geschehe also.

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Warum eigentlich?

Am 11.04.2017 veröffentlichte ich meinen Beitrag „Geschockt.“ Meine Betroffenheit über den widerwärtigen Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund verlangte, in Buchstaben gefasst zu werden. Ebenso die Rührung, die die Reaktion der Dortmunder Fans in mir auslöste. Und nur zu bereitwillig sprang ich auf den Zug mit auf, dass islamistische Terroristen hinter dem Anschlag stecken würden.

Doch mit jeder Stunde, die diese Tat weiter zurücklag und mit jedem weiteren Detail, das ans Tageslicht kam, offenbarte nicht islamistischer Extremismus seine hässliche Fratze, sondern ein alter Bekannter, dessen hässliche Fratze unsere westliche Welt sich seit Jahrhunderten schönlügt: Kapitalismus.

Nur 22 Stunden nach dem Anschlag auf ihr Leben mussten die Dortmunder Spieler wieder auf dem Platz stehen. Traumatisierte Terroropfer! Nur um Haaresbreite einem Anschlag auf ihr eigenes Leben entkommen! Anonyme Herren der UEFA, fernab vom Geschehen und von jeglicher Empathie, hatten es so entschieden. Der Rubel musste schließlich weiter rollen. Spieler und Trainer wurden maximal unpersönlich davon in Kenntnis gesetzt. Nämlich per SMS.

Im Kern hatte die UEFA einfach nur abzuwägen gehabt, was schwerer wiegt: Die körperliche und psychische Unversehrtheit von Menschen oder dass der Geldfluss nicht ins Stocken gerät. Die Entscheidung der UEFA war unzweideutig und unmittelbar. Und so wurden die Gladiatoren wieder in die Arena geschickt. Die ganze Welt durfte dabei zusehen. Die Spieler des BVB hatten zu funktionieren und Ertrag zu bringen. Die Dortmunder Ultras haben wahrscheinlich maßlos untertrieben, als sie die UEFA als „Haufen gieriger alter Bastarde“ titulierten.

Es ging mir unter die Haut nach dem Spiel die Interviews der Dortmunder Spieler zu sehen. Reihenweise brachen sie vor den Mikrofonen emotional zusammen. Da war er wieder; dieser Kloß in meinem Hals. Doch diesmal nicht aus Rührung. Diesmal aus Betroffenheit und Wut. Die Spieler sprachen davon, „wie Tiere behandelt“ worden zu sein. Eine Mischung aus bleierner Ohnmacht, Zorn und abgrundtiefem Schmerz lag in diesen Worten. Förmlich greifbar. Sie hätten gerne mehr Zeit gehabt. Zeit zu verstehen. Zeit zu verarbeiten.

Der Dortmunder Trainer, Thomas Tuchel, sprach in den folgenden Stunden und Tagen bemerkenswert offen darüber, wie es ihm und wie es der Mannschaft seit dem Anschlag ergangen war. Er wählte bedachte und dennoch anschauliche und sehr klare Worte. Und mit jedem Wort wurden aus einfach nur weiteren Opfern eines Terroraktes persönliche Schicksale, die mir an die Nieren gingen.

Klar, die schwarz-gelben Krieger haben ihr Hobby zum Beruf gemacht und verdienen gutes Geld damit. Sie führen ein privilegiertes Leben. Doch dieser Anschlag erinnerte uns alle – und vor allem wohl die Spieler selbst – daran, dass sie doch nur Menschen sind. Verletzlich. Sterblich. So banal das auch klingt. Doch die UEFA fällte in diesen Stunden eine Entscheidung, die nicht den Menschen als wertvollstes Gut des Fußballs in den Mittelpunkt stellte, sondern den fiskalischen Mehrwert, der sich aus diesem Menschen herauspressen lässt.

Die Kriminalisten dieses Landes leisteten die mittlerweile schon gewohnt grundsolide und erfolgreiche Arbeit: Nur neun Tage nach der Tat war der Täter ermittelt und festgenommen. Schon die erste Pressekonferenz von Staatsanwalt und Polizei veranschaulichte, wie umfangreich und komplex die Ermittlungen gewesen sein müssen. Und wie zielstrebig und professionell diese geführt worden sind.

Doch was die Ermittler zu der Motivlage des Täters bekanntgaben, schockte mich: Aus Habgier hat der Täter gehandelt. Das alles war nicht mehr als ein schlechtes Aktiengeschäft. Mindestens eine hohe sechsstellige Summe wollte der Täter damit verdienen, dass der Kurs der BVB-Aktie einbricht. Und wie sollte solch ein Kurseinbruch besser herbeigeführt werden, als durch den Tod möglichst vieler Spieler des BVB. Also wurde alles minutiös geplant. Und letztendlich war es reines Glück, dass niemand ums Leben gekommen ist. Ein paar Sekunden und ein paar Zentimeter gaben den Ausschlag. Je mehr ich das realisierte, desto unfassbarer wurde es.

Innerhalb von 22 Stunden wurde zweimal die Frage aufgeworfen, was höher wiegt: Das Leben eines Menschen oder finanzieller Gewinn? Unser Wertesystem gibt eine klare Antwort auf diese Frage: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Punkt. So leitet es sich aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ab. Und so steht es am Anfang unseres Grundgesetzes. Keine Geldsumme der Welt wiegt das auf. Doch dieses Wertesystem hat es zunehmend schwerer, sich seiner Haut zu erwehren gegen ein aggressives Wirtschaftssystem, in dem ein Menschenleben nur dem monetären Gegenwert entspricht, den es abwirft. In letzter Konsequenz stellt die Idee der Menschenwürde mit den sich daraus ableitenden Menschenrechten in einem kapitalistischen System nur ein lästiges Hindernis dar, wenn es darum geht, Profit zu machen.

Natürlich ist es zu einfach, mit dem Finger auf ein abstraktes Wirtschaftssystem zu zeigen. Denn jedes System – auch das kapitalistische – ist nur so stark, wie der einzelne Mensch, der daran partizipiert, es stark macht. Die Verantwortung für den Anschlag auf den Dortmunder Mannschaftsbus trägt eine einzelne Person. Die Verantwortung dafür, das Fußballspiel für den folgenden Abend anzusetzen, mehrere einzelne Personen. Kein abstraktes Wirtschaftssystem. Nichtsdestotrotz prägen die Mechanismen und Logiken des Kapitalismus natürlich unser Denken und unser Handeln. Und so sinkt und fällt schließlich die Hemmschwelle, fiskalischen Gewinn höher einzustufen als menschliches Leben.

Warum eigentlich fällt es uns so schwer, solch ein menschenverachtendes Wirtschaftssystem in Frage zu stellen? Die Antwort auf diese Frage vergaß ich für einen kurzen Moment, als ich die Tränen der Dortmunder Spieler auf dem Bildschirm sah…

Geschockt.

Sprengsätze explodierten. Gefüllt mit Metallsplittern. Direkt neben dem Bus. Dem Bus voller „Wahrer Liebe“ und „Schwarz-Gelber-Leidenschaft“. Glas zerbarst. Knochen splitterten. Danach: Blut. Blaulicht. Betroffene Gesichter. Mit Maschinenpistolen bewaffnete Polizisten. Traumatisierte Opfer. Wie so oft in den letzten Wochen, Monaten und Jahren. Trotzige Statements der Solidarität. Aufgeregt hingehaltene Mikrofone. Und die allgegenwärtige Frage nach dem „Warum“.

Es war Ende der 80er Jahre, als die Schwarz-Gelben von Borussia Dortmund anfingen, sich in mein Herz zu spielen. Und seither erlebten wir gemeinsam Momente unendlicher Freude und Momente abgrundtiefer Trauer. Flüchtige Momente zugegebenermaßen. Aber Momente, die mein Herz fest an diesen Verein gekettet haben. Ketten, denen ich mich nur zu gerne ergebe.

Umso mehr traf es mich, als ich die Bilder dieses feigen Angriffs auf den Spielerbus von Borussia Dortmund über die Bildschirme flimmern sah. Meine Helden, die Spieltag für Spieltag auf dem Feld der Ehre den immer gleichen Kampf aufs neue Annehmen, das Ziel irgendwelcher Terroristen. „Traurig.“, „Geschockt.“ – Mehr brachte ich gestern Abend über Twitter nicht raus. Die Begegnung zwischen meinem BVB und dem AS Monaco wurde zunächst abgesagt und schließlich auf den Folgetag verschoben. Und als ich heute morgen auf den Titelseiten der Tageszeitungen die Bilder des beschädigten Mannschaftsbusses sah, riss es mir tiefe Furchen ins Herz.

Ich gebe zu, dass mich die Nachrichten von irgendwelchen Terrorakten zunehmend weniger berührt hatten. Es war, als stumpfe mit jedem Anschlag etwas in mir weiter ab. Ich erinnere mich noch allzu gut an die Trauer, die Ohnmacht und die Wut nach „Charlie Hebdo“ oder nach den Anschlägen in Paris, als unsere Fußballnationalmannschaft dort ein Freundschaftsspiel gegen Frankreich absolvierte. Den jüngsten Anschlag in Schweden hingegen nahm nur noch resigniert und eher nebenbei zur Kenntnis.

Und dann ist da ja auch noch die Sache mit der Saat und der Ernte. Nichts, rein gar nichts rechtfertigt solch abscheuliche Gewalt, wie sie islamistische Extremisten mittlerweile seit vielen Jahren über Europa bringen. Und doch erntet die westliche Welt mit diesem Terrorismus lediglich das, was sie in Jahrhunderten des Kolonialismus, des Imperialismus und des Kapitalismus selbst ausgesät hat.

Vielleicht haben die Menschen Recht, die behaupten, dass wir in dunklen Zeiten leben. Denn es gibt keine Bewegung ohne Gegenbewegung. Und mit jedem mordenden Islamisten erstarken die Rechten. Schon sind rechte Parolen wieder salonfähig. Schon ziehen die Rechten wieder in die Parlamente ein. Schon marschieren die Rechten wieder auf unseren Straßen. Der rechte Kampf um die Köpfe, die Straßen und die Parlamente wirkt plötzlich gar nicht mehr so ausweglos. Unsere Gesellschaft fällt zurück … in stumpfe Auge-um-Auge-Reflexe. Und genau dies ist das Gefährlichste, was der Terrorismus mit sich führt.

Und doch bin ich immer wieder aufs Neue überrascht, was für kraftvolle Reaktionen solch abscheuliche und widerwärtige Taten hervorrufen können. Nach „Charlie Hebdo“ sah ich das erste Mal, dass europäische Moslems ganz vorne mitmarschierten – gegen islamistischen Terrorismus und für Toleranz! Welch großartiges Zeichen der Solidarität! Auch, wenn es längst überfällig gewesen war.

Und gestern, kurz nach dem Anschlag, tauchte auf Twitter der Hashtag „#BedForAwayFans“ auf. Fans von Borussia Dortmund luden Fans des AS Monaco, die Aufgrund der Spielverlegung eine Nacht ohne Obdach gewesen wären, ein, bei ihnen zu übernachten. Bilder von Dortmund- und Monaco-Fans, die gemeinsam essen, trinken oder die Schals der jeweils anderen Mannschaft schwingen, wurden auf Twitter geteilt und geliked. Deutsche und Franzosen, Christen und Moslems. Was für eine zärtliche Geste! „Das ist Fußball!“, twitterte der AS Monaco auf Deutsch. „You’ll never walk alone!“, war an diesem Abend nicht nur eine biergeschwängerte Fanhymne … sondern Realität.

Als ich das alles mitbekam, musste ich schlucken. Ich spürte diesen übergroßen Kloß in meinem Hals und kämpfte mit der einen oder anderen Träne. Gefühlte Ewigkeiten standen mir diese Bilder vor Augen. Etwas so wundervolles habe ich im Fußball noch nie erleben dürfen.

Irgendwo in der Bibel las ich mal den sinngemäßen Satz: „Wo die Finsternis mächtig ist, ist das Licht umso mächtiger.“ Ich glaube, dass das stimmt…

#Gedanke: In die Welt

„Listig ist die Lüge
und Macht schläft mit dem Geld.
Doch der Traum von viel mehr Liebe
schreit schon lauter in die Welt.

Manchmal bin ich traurig,
wenn ich sehe, was wir tun.
Doch ich hoffe, gegen Hoffnung
ist kein Menschenherz immun.

Vielleicht bin ich naiv,
vielleicht bin ich ein Kind,
ich habe Angst, mein Herz wird blind.“

(PUR,
aus: Brüder)

#Gedanke: A Crack in Everything

„The birds they sang at the break of day:
„Start again.“, I heard them say,
„Don’t dwell on what has passed away
or what is yet to be.“

The wars, they will be fought again.
The holy dove, she will be caught again,
bought and sold and bought again,
the dove is never free.

Ring the bells that still can ring,
forget your perfect offering.
There is a crack in everything,
that’s how the light gets in.

We asked for signs, the signs were sent:
The birth betrayed, the marriage spent,
the widowhood of every government,
signs for all to see.

I can’t run no more with that lawless crowd
while the killers in high places say their prayers out loud.
But they’ve summoned a thundercloud
and they’re going to hear from me.

Ring the bells that still can ring,
forget your perfect offering.
There is a crack in everything,
that’s how the light gets in.

You can add up the parts but you won’t have the sum.
You can strike up the march, there is no drum.
Every heart to love will come
but like a refugee.

Ring the bells that still can ring,
forget your perfect offering.
There is a crack in everything,
that’s how the light gets in.“

(Leonard Cohen,
aus: Anthem)

#BlogAward – 6 Fragen an mich

Welch eine Ehre! Die Herrin des Wortes und des Bildes, Die Springerin, hat mich für den „Blog Award“ nominiert. Kaum jemand versteht es wie sie, durch die Kombination von Bild und Wort neue Dimensionen in beidem freizulegen. Viele ihrer Beiträge habe ich mit Sternchen überhäuft (sofern ich die Zeit fand, sie zu lesen). Daher war mir diese Nominierung auch eine ganz besondere Ehre!

Ich dachte, die Fragen, die sie mir stellte, so nebenbei beantworten zu können. Aber Pustekuchen! Ihre Fragen gingen dermaßen an die Substanz, dass es alleine schon das Ringen um die Antworten wert war, mich darauf einzulassen. Doch lest selbst. Hier sind ihre Fragen und meine Antworten darauf:

1. BIST DU DA, WO DU SEIN WILLST?
Rückblickend habe ich viele Weichen in meinem Leben so gestellt, dass ich in etwa da ankomme, wo ich jetzt auch bin. Einige Weichenstellung konnte ich mir nicht aussuchen, weil das Leben mich vor vollendete Tatsachen setzte. Und einige Weichenstellungen nahm ich anders vor, als ich es mir vorher je hätte vorstellen können. Doch auch, wenn ich bewusst und gewollt in etwa dort bin, wo ich bin, so reißt diese Frage in mir auch die Frage auf, ob es noch andere Orte gäbe, an denen ich gerne wäre. Und auch dies kann ich bejahen. Daher ist es wahrscheinlich auch eine lebenslange Aufgabe, da voll und ganz sein zu wollen, wo man ist.

2. MACHST DU DAS, WAS DICH AM MEISTEN MIT FREUDE ERFÜLLT?
Manchmal bin ich mir gar sicher, ob ich weiß, was mich am meisten mit Freude erfüllt. Ich machte in jedem Lebensabschnitt das, von dem ich glaubte, dass es mich mit Freude erfüllt. Rückblickend war mancher Irrweg dabei, habe ich so manche Gelegenheit verpasst und hielt vieles nicht, was es vorher versprach. Trotzdem kann ich sagen, zutiefst Freude erlebt zu haben und auch immer noch zu erleben.

3. LEBST UND LIEBST DU, WIE DU ES DIR IN DEINEM HERZEN WÜNSCHT?
Eine der bittersten Lektionen in meinem Leben war bzw. ist es, zu lernen, dass das Leben nicht so funktioniert, wie ich es gerne hätte. Daher ist es eine meiner Lebensaufgaben, die Wünsche, die ich ans Leben habe, mit dem in Einklang zu bringen, was tatsächlich wünschenswert ist. Das umschließt, überhaupt erst einmal achtsam dafür zu werden, was ich mir in meinem Herzen wünsche.

4. WEISST DU, WOHIN DEINE SEELE ZIELT?
Ich glaube, letztendlich zielt meine Seele nach Hause. An den Ort, der eins ist, der still ist, der gegenwärtig ist, der ganz ist und der heil ist. Ergo: Der Ort, der einfach nur „ist“.

5. BIST DU GLÜCKLICH?
Eine Frage, die für mich unheimlich schwer zu beantworten ist. Denn diese Frage zieht so viel mit sich und wirft so viele weitere Fragen auf. Es gibt Momente, in denen ich sie mit einem entschiedenen „Ja“ beantworten kann. Und es gibt Momente, in denen ich mir da nicht so sicher bin. Ich glaube, unterm Strich überwiegt das Glücklich-Sein.

6. WEISST DU, WAS DICH GLÜCKLICH MACHT?
Ich habe einige Dinge kennenlernen dürfen, die mich glücklich machen: Abstrakt würde ich diese Dinge mit „Aufrichtige Begegnung“ und „Erleben von Verbunden-Sein und Eins-Sein“ beschreiben. Konkret zählen meine Frau und meine Tochter; tiefe Freundschaften; meine Familie; das Verweilen in der Natur, in der Stille und im Ritual; „meine“ Musik und gute Literatur; das Erforschen der Geschichte und ein guter Whiskey mit Zigarre dazu.

Soviel zu mir. Ich hoffe, den Fragen einigermaßen gerecht geworden zu sein. Ich wiederum nominiere folgende – wie ich finde, sehr besondere – Blogs für den „Blog Award“:
Inga Höltmann
Svens Bericht
Vom Mensch, Sein und Werden
Seelengrund
Krieger des Lichts
MartHori
Nitya

Und ich gebe Euch folgende Fragen mit:
1. WARUM HAST DU ANGEFANGEN ZU BLOGGEN?
2. WAS WAR DIE SCHÖNSTE REAKTION, DIE DU WEGEN DEINES BLOGS ERHALTEN HAST?
3. WAS WAR DIE MIESESTE REAKTION, DIE DU WEGEN DEINES BLOGS ERHALTEN HAST?
4. WAS ERFÜLLT DICH INNERLICH (UND WARUM)?
5. WAS HINDERT DICH DARAN ZU LEBEN (UND WARUM)?
6. WAS MACHT DICH WÜTEND (UND WARUM)?
7. WAS MACHT DICH TRAURIG (UND WARUM)?
8. WAS MUSS GESCHEHEN SEIN, DAMIT DU AM ENDE DEINES LEBENS SAGEN KANNST, DASS DEIN LEBEN SINNVOLL GEWESEN IST?
9. WAS IST DEINE LIEBSTE JAHRESZEIT (UND WARUM)?
10. WIE SIEHT DEINE IDEE EINER IDEALEN GESELLSCHAFT AUS?
11. WO VERORTEST DU DICH MUSIKALISCH?

Viel Spaß mit meinen Fragen. Ich freue mich auf Eure Antworten!

Gesegnete Grüße!

Hagen Unterwegs