Weihnachtsbaum – Ein archetypisches Symbol?

WUNDERVOLLE KLEINE MOMENTE

Unbeholfen rückte sie ihren kleinen Kinderstuhl durch das Wohnzimmer. Bis er schließlich direkt vor dem Weihnachtsbaum stehen blieb. Und dann setzte sie sich auf den Stuhl und blickte ihn überwältigt an. Diesen Baum, der so prachtvoll geschmückt war. In dem so viele Lichter funkelten. Ehrfurchtsvoll berührte sie einzelne seiner Zweige. Ganz vorsichtig und ganz verstohlen. Auf ihrem Gesicht hatte sich ein Strahlen ausgebreitet, wie ich es bei ihr noch nie zuvor gesehen hatte. Der ganzen Situation wohnte eine tiefe Ruhe und Ergriffenheit inne.

Zwischen den Tagen besuchten wir Freunde. Natürlich stand auch bei denen ein Weihnachtsbaum im Wohnzimmer. Irgendwann bemerkten wir, dass unsere Tochter sich auf ein Kissen vor den Weihnachtsbaum gesetzt hatte. Wieder blickte sie ihn überwältigt an. Wieder dieses Strahlen in ihrem Gesicht. Als sie merkte, dass wir sie beobachten, guckte sie uns an, zeigte auf den Baum und rief freudestrahlend: „Weiha, Weiha!“ Ihr Wort für „Weihnachtsbaum“.

In beiden Situationen war er plötzlich wieder da: Dieser Kloß in meinem Hals. Für einen kurzen Moment traten mir die Tränen in die Augen. Es waren wieder welche von diesen unzähligen, kleinen, wundervollen Momenten, wie ich sie so oft erlebe, seitdem unsere Tochter auf der Welt ist.

Diese Weihnachtszeit war die erste Weihnachtszeit, die unsere Tochter bewusst erlebt hat. Und sie war es, die ein wenig des Weihnachtszaubers zurückholte, den ich seit meiner Kindheit nicht mehr gekannt hatte. Auch wenn mir bewusst ist, dass sie das alles in ein paar Wochen oder Monaten wieder vergessen haben wird. Es wird eine dieser Erinnerungen sein, die ich für sie bewahren werde. Und wenn sie möchte, werde ich diese Erinnerung einmal mit ihr teilen.

ARCHETYPISCHE BILDER UND SYMBOLE

Die beschriebenen Situationen warfen in mir die Frage auf, warum Weihnachtsbäume solch eine Faszination auf unsere kleine Tochter ausüben. Und das, obwohl sie noch gar nicht in der Lage ist, vom Verstand her zu begreifen, was es mit diesen Bäumen auf sich hat. Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr reifte der Verdacht, dass es sich bei dem Weihnachtsbaum um ein archetypisches Symbol handeln könnte.

Archetypen sind Urbilder menschlicher Vorstellungs- und Handlungsmuster. Diese haben sich im Laufe der Menschheitsgeschichte tief im kollektiven Unterbewusstsein der Menschheit verwurzelt. Sie manifestieren sich in kraftvollen Bildern und Symbolen. Jeder Mensch verfügt über einen intuitiven Zugang zu diesen Bildern und Symbolen. Archetypen können im Inneren eines Menschen Resonanzen auslösen und Prozesse anstoßen, noch bevor der Verstand sie überhaupt begreift.

Das wohl ultimative archetypische Bild ist das vom Kreislauf des „Werden und Vergehen allen Lebens“. Leben wird einmal geboren; Leben stirbt irgendwann; und aus dem Tod heraus entsteht neues Leben. Ich kenne keinen archaischen Initiationsritus, keinen Mysterienbund, der dieses Bild nicht rituell oder in Symbole gekleidet aufnimmt und ausdrückt.

DUNKELHEIT UND TOD

Irgendwann gelangt dieser Kreislauf des Werdens und Vergehens allen Lebens im Reich des Todes und der Dunkelheit an. Die Zeit, in der die Nächte tief und lang sind. Die Zeit, in der der Winter das ganze Land in seinen frostigen Klauen gefangen hält. Die Zeit, in der die einstige Kraft der Sonne verblasst ist.

Und genau in dieser Zeit stellen wir den Weihnachtsbaum auf. Einen Nadelbaum, der sowohl im Sommer, als auch im Winter sein grünes Kleid trägt. Ein Symbol für das Leben inmitten des Todes. Und diesen Nadelbaum schmücken wir mit Lichtern, die wir entzünden. Ein Symbol für die Hoffnung auf die Wiedergeburt des Lichtes inmitten der tiefsten Dunkelheit. Lässt man diese Bilder in sich nachhallen, merkt man, was für machtvolle Dimensionen ihnen innewohnen.

Während ich diesen Artikel schrieb, wurde mir bewusst, dass das Symbol des Weihnachtsbaums und die freimaurerische Andreasloge ganz ähnliche Resonanzen in mir erzeugen. Die Andreasloge umfasst die Grade vier bis sechs innerhalb des Lehrgebäudes des christlichen Freimaurerordens bzw. des sogenannten „Schwedischen Systems“. Ich selbst habe aktuell den fünften Grad inne. Die dominierenden Themen der Andreasloge sind (die eigene) Dunkelheit und (der eigene) Tod. Und trotzdem sind auch die Hoffnung auf Aufrichtung und Licht in diesem Herrschaftsbereich der Dunkelheit und des Todes präsent. Entsprechend sind das Ritual sowie die Einrichtung des Tempels der Andreasloge gehalten.

EPILOG

Anfang Januar schmückten wir unseren Weihnachtsbaum wieder ab und stellten ihn zur Abholung an die Straße. Als ich mit meiner Tochter das erste Mal an ihm vorbeiging, weinte sie, als sie ihn sah und rannte zu ihm hin. Dann schien es, als versuchte sie ihn zu umarmen oder aber an möglichst vielen Stellen zu berühren. Schließlich wollte sie ihn an der Spitze wieder zurück nach Hause zu schleifen. Als das nicht gelang, wimmerte sie: „Weiha, Weiha?“ Sie trauerte um ihren geliebten Weihnachtsbaum. Doch dessen Zeit war vergangen…

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Zeit der Verwandlung

Dichter Nebel hat sich auf das Land gelegt. Und hüllt alles in seinen grauen Schleier. Von den Straßenlaternen sind nur noch fahle Lichtkränze zurückgeblieben. Silbriger Tau ziert die Spinnennetze, die allgegenwärtig an den Hecken, Mauern und Büschen prangen. In das verblassende Grün der Bäume schummeln sich erste zarte Farbtupfer. Und die Konturen dieser Bäume verschmelzen unmerklich mit dem Hintergrund. Die Dämmerung ist bestenfalls zu erahnen. Irgendwo dort hinterm Horizont.

Die Kerzen auf dem Altar werfen ein erstes schwaches Licht auf diesen Morgen. Ruhig lodern ihre Flammen vor sich hin. Und zeichnen schwache Bilder an die Wände. In ihren dunklen Schatten ruht ein menschlicher Totenschädel. Unablässig spricht er die immer gleiche Mahnung: „Gedenke, Mensch, dass Du sterben wirst!“ Und in der Mitte von Licht und Dunkelheit hängt der Menschensohn. Gekreuzigt. Aufgehängt zwischen Leben und Tod. Er, der die Schwelle zum Totenreich endgültig überschritten hat. Er, der gestorben ist, um aufzuerstehen. Er, der die Verwandlung durchschritten hat. Dieses Bild strahlt an diesem Morgen eine seltsame Ruhe aus. Und eine seltsame Vorahnung.

Draußen hallen gehetzte Schritte vom Asphalt der kleinen Straßen wieder. Teilnahmslose Gesichter. Gesengte Blicke. Am Bahnhof wartende Personen. Ungeduldig. Abgelenkt. Abwesend. Der tagtägliche, gleichgeschaltete und über das Oberflächliche nicht hinauskommende Trott. Menschen unachtsam für diese machtvolle Verwandlung, die sich überall um sie herum gerade vollzieht.

Dieser Morgen drängt vergangene Bilder an die Oberfläche. Vom Grund des tiefen und weiten Meeres meiner Erinnerung. Bilder von dem Moment, als ich in meinem eigenen Grab lag. Eingebettet inmitten der vier Himmelsrichtungen. Umgeben von der Präsenz des Todes. Schwarze Tränen regnete es an diesem Tag. Die Verwesung fraß sich zwischen meine Haut und meine Knochen. Im Westen hatte ich die Schwelle zum Heiligen Bezirk überschritten. Doch auf meinem Weg in den Osten war ich niedergestreckt worden. Vielleicht von mir selbst. Vielleicht von Gott. Die Zeit der Verwandlung war nahe…

Jetzt ist die Zeit der Verwandlung da. Hier im Schwellenraum. Es geschehe also.

Geschockt.

Sprengsätze explodierten. Gefüllt mit Metallsplittern. Direkt neben dem Bus. Dem Bus voller „Wahrer Liebe“ und „Schwarz-Gelber-Leidenschaft“. Glas zerbarst. Knochen splitterten. Danach: Blut. Blaulicht. Betroffene Gesichter. Mit Maschinenpistolen bewaffnete Polizisten. Traumatisierte Opfer. Wie so oft in den letzten Wochen, Monaten und Jahren. Trotzige Statements der Solidarität. Aufgeregt hingehaltene Mikrofone. Und die allgegenwärtige Frage nach dem „Warum“.

Es war Ende der 80er Jahre, als die Schwarz-Gelben von Borussia Dortmund anfingen, sich in mein Herz zu spielen. Und seither erlebten wir gemeinsam Momente unendlicher Freude und Momente abgrundtiefer Trauer. Flüchtige Momente zugegebenermaßen. Aber Momente, die mein Herz fest an diesen Verein gekettet haben. Ketten, denen ich mich nur zu gerne ergebe.

Umso mehr traf es mich, als ich die Bilder dieses feigen Angriffs auf den Spielerbus von Borussia Dortmund über die Bildschirme flimmern sah. Meine Helden, die Spieltag für Spieltag auf dem Feld der Ehre den immer gleichen Kampf aufs neue Annehmen, das Ziel irgendwelcher Terroristen. „Traurig.“, „Geschockt.“ – Mehr brachte ich gestern Abend über Twitter nicht raus. Die Begegnung zwischen meinem BVB und dem AS Monaco wurde zunächst abgesagt und schließlich auf den Folgetag verschoben. Und als ich heute morgen auf den Titelseiten der Tageszeitungen die Bilder des beschädigten Mannschaftsbusses sah, riss es mir tiefe Furchen ins Herz.

Ich gebe zu, dass mich die Nachrichten von irgendwelchen Terrorakten zunehmend weniger berührt hatten. Es war, als stumpfe mit jedem Anschlag etwas in mir weiter ab. Ich erinnere mich noch allzu gut an die Trauer, die Ohnmacht und die Wut nach „Charlie Hebdo“ oder nach den Anschlägen in Paris, als unsere Fußballnationalmannschaft dort ein Freundschaftsspiel gegen Frankreich absolvierte. Den jüngsten Anschlag in Schweden hingegen nahm nur noch resigniert und eher nebenbei zur Kenntnis.

Und dann ist da ja auch noch die Sache mit der Saat und der Ernte. Nichts, rein gar nichts rechtfertigt solch abscheuliche Gewalt, wie sie islamistische Extremisten mittlerweile seit vielen Jahren über Europa bringen. Und doch erntet die westliche Welt mit diesem Terrorismus lediglich das, was sie in Jahrhunderten des Kolonialismus, des Imperialismus und des Kapitalismus selbst ausgesät hat.

Vielleicht haben die Menschen Recht, die behaupten, dass wir in dunklen Zeiten leben. Denn es gibt keine Bewegung ohne Gegenbewegung. Und mit jedem mordenden Islamisten erstarken die Rechten. Schon sind rechte Parolen wieder salonfähig. Schon ziehen die Rechten wieder in die Parlamente ein. Schon marschieren die Rechten wieder auf unseren Straßen. Der rechte Kampf um die Köpfe, die Straßen und die Parlamente wirkt plötzlich gar nicht mehr so ausweglos. Unsere Gesellschaft fällt zurück … in stumpfe Auge-um-Auge-Reflexe. Und genau dies ist das Gefährlichste, was der Terrorismus mit sich führt.

Und doch bin ich immer wieder aufs Neue überrascht, was für kraftvolle Reaktionen solch abscheuliche und widerwärtige Taten hervorrufen können. Nach „Charlie Hebdo“ sah ich das erste Mal, dass europäische Moslems ganz vorne mitmarschierten – gegen islamistischen Terrorismus und für Toleranz! Welch großartiges Zeichen der Solidarität! Auch, wenn es längst überfällig gewesen war.

Und gestern, kurz nach dem Anschlag, tauchte auf Twitter der Hashtag „#BedForAwayFans“ auf. Fans von Borussia Dortmund luden Fans des AS Monaco, die Aufgrund der Spielverlegung eine Nacht ohne Obdach gewesen wären, ein, bei ihnen zu übernachten. Bilder von Dortmund- und Monaco-Fans, die gemeinsam essen, trinken oder die Schals der jeweils anderen Mannschaft schwingen, wurden auf Twitter geteilt und geliked. Deutsche und Franzosen, Christen und Moslems. Was für eine zärtliche Geste! „Das ist Fußball!“, twitterte der AS Monaco auf Deutsch. „You’ll never walk alone!“, war an diesem Abend nicht nur eine biergeschwängerte Fanhymne … sondern Realität.

Als ich das alles mitbekam, musste ich schlucken. Ich spürte diesen übergroßen Kloß in meinem Hals und kämpfte mit der einen oder anderen Träne. Gefühlte Ewigkeiten standen mir diese Bilder vor Augen. Etwas so wundervolles habe ich im Fußball noch nie erleben dürfen.

Irgendwo in der Bibel las ich mal den sinngemäßen Satz: „Wo die Finsternis mächtig ist, ist das Licht umso mächtiger.“ Ich glaube, dass das stimmt…

Hoffnung

Eine Spaziergängerin vergräbt die Hände in ihrem dicken Mantel. Mit aufgestelltem Fellkragen und gesenktem Kopf eilt sie von dannen. Dorthin, wo dicke Wände, beleuchtete Fenster und qualmende Schornsteine von Behaglichkeit, Wärme und Licht künden.

Meine Blicke gehen ihr nach und schweifen schließlich über die abendliche Weite der Felder und Wiesen. Der Wind bläst mir seinen eisigen Odem ins Gesicht. Und lässt mich erschaudern. Bis auf die Knochen. Und tiefer. Mein Atem kondensiert zu kleinen Wölckchen, bevor der Wind ihn aufnimmt und in alle Richtungen zerstreut. Das Leben kauert unter einer undurchdringlichen Schicht aus Frost und Eis vor sich hin. Kein Grün kleidet die Bäume, Sträucher und Hecken. Kein Wild wagt sich aus dem Dickicht. Kein Vogel kreist am Himmel.

Während ich noch zusehe, wie die Sonne am Horizont einen langsamen Tod stirbt, erkennen es meine Augen. Mit einem Mal. Und ganz klar: Die dunkelste Stunde liegt endlich hinter uns. Und seither erobert die Sonne mit jedem Tag einen Augenblick des Lichts zurück. Tag für Tag. Moment für Moment.

Es ist noch so unscheinbar. Und doch reicht es aus, dass etwas in mir geboren wird: Hoffnung. In mitten der dunkelsten Stunde nahm sie ihren Anfang. Hoffnung auf Zeiten voll Licht. Hoffnung auf Zeiten voll Wärme.

Diese Zeiten kann ich noch nicht sehen. Ich kann sie lediglich erahnen. Doch die Abendsonne, die noch so schwach und gebrechlich über den Feldern und Wiesen prangt, erzählt mir bereits von der Hoffnung auf diese Zeiten. Sie erzählte mir von Hoffnung.

Der Ruf der Zugvögel

Ich setze den Fuß vor die Tür. Hinaus in den Nebel. Kälte umfängt mich. Und Dunkelheit. Mein Blick verliert sich in dichtem Grau.

Der Ruf des Zugvogels. Von irgendwoher. Weit oben. Weit entfernt. Der Zuvogel kehrt zurück. Und mit ihm die Hoffnung. Auf das, was hinter dem Nebel liegen mag. Auf das, was hinter der Kälte liegen mag. Auf das, was hinter dem Dunkel liegen mag.

Ich halte kurz inne. Ich verharre einen Moment. Und atme tief ein. Mit einem Mal schmecken meine Lungen ein wenig der Milde des Frühlings.

Und plötzlich nehme ich sie wahr. Die vielen kleinen Vorboten dessen, was vor uns liegt. Die ersten Knospen brechen hervor. Hier und da trotzen Schneeglöckchen dem mit Raureif überzogenen Boden. Noch ganz zart. Doch unaufhaltsam.

Und hinter dem Nebel schimmert nicht mehr das Schwarz des Winters. Sondern das Gold des Sommers. Noch ganz unscheinbar und schwach. Doch unumkehrbar.

Der Ruf des Zugvogels verliert sich nach und nach in der Ferne. Doch die Antworten auf seinen Ruf kann ich plötzlich überall um mich herum wahrnehmen…

Symbolik des Todes

„Stellen Sie Ihre profanen Gespräche ein … Kleiden Sie sich maurerisch.“ Diese Aufforderung ergeht feierlich und bestimmt zugleich. Und sogleich legt sich ein Schweigen auf uns. Zylinder werden aufgesetzt, weiße Handschuhe übergestreift.

Hiernach ziehen wir in den Tempel ein. In Zweierreihen. Still. In uns gekehrt. Achtsamen Schrittes.

Der Tempel ist in die Farben der Trauer und in die Symbolik des Todes gehüllt. Trauerloge. Heute gilt es all jenen zu gedenken, die im letzten Jahr von uns gegangen sind. Noch einmal die Erinnerung zulassen. Und den Schmerz, der so untrennbar in sie eingewebt ist.

Das Ritual der Trauerloge findet jedes Jahr um Totensonntag und Volkstrauertag statt. Und jedes Jahr erinnert sie mich auf’s Neue daran, dass wir nun endgültig in der dunklen Jahreszeit angekommen sind.

Die Tag-Nacht-Gleiche des September liegt lange hinter uns. Die bunten Blätter des Oktober rotten auf dem Boden vor sich hin. Und auch die einst so prachtvoll goldene Sonne fristet ein seltsam kraftloses und fahles Dasein am Firmament. Die Nächte dafür sind tiefschwarz und ihre kalten Schatten reichen bis weit in den Tag hinein.

Dunkelheit. Das freimaurerische Ritual bewahrt mich nicht vor dieser Finsternis. Es begleitet mich hinein. In das Herz dieser Finsternis. Und damit hilft es mir, mich der Realität dieser Finsternis zu stellen. Sie nicht zu verdrängen, sondern bewusst hindurch zu gehen.

Wenn die Brüder den Tempel nach dem Ritual der Trauerloge wieder verlassen, wird noch immer ein Schweigen auf ihnen ruhen. Doch dieses Schweigen wird anders sein. Nachdenklicher. Kontemplativer.